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Hängepartie im Schlachthof

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Hängepartie im Schlachthof

Мнениеот Pizho » 24 Май 2007, 10:51:47

Госпожица Meischner отново се е уляла. Говори за хиляди, а вероятно са най-много 20. Говори за българи, пък само румънци цитира. Но най-вече от къде и хрумва да пише с такова презрение и да хвърля кал по другите с такава лекота ?

Hängepartie im Schlachthof

von Julia Meichsner (Lübbecke)

Seit dem Beitritt der EU-Neulinge strömen Tausende Rumänen und Bulgaren mit gefälschten Arbeitspapieren in deutsche Schlachthöfe. Die Behörden haben kaum eine Handhabe gegen die Migranten - weil die Herkunftsländer nicht kooperieren.

Die Männer schwingen scharfe Messer. Schulter an Schulter stehen sie am Fließband einer großen deutschen Schlachterei, zerlegen in großer Eile die heranrasenden Kotelettstränge. Ein Mitarbeiter des Zolls, gekleidet mit Schürze und Plastikhaube, spricht einen von ihnen an. Fragt nach Namen und Herkunftsland, lässt sich die Arbeitspapiere zeigen. Der Verdacht des Ermittlers: Die Männer am Band gehen illegal zu Werke. Kurze Zeit später steht der Beamte, der lieber anonym bleiben möchte, wieder vor dem Schlachthof, frustriert.

Die Arbeiter kommen aus Rumänien. Und alle können sie eine Bescheinigung vorweisen, dass sie von einem Schlachthof in ihrer Heimat entsandt sind. Für kurze Zeit. Beides bezweifelt der Zöllner, doch er kann nicht mehr tun, als die Papiere mit den Aussagen zu vergleichen. Ein Computer-Check über die tatsächliche Aufenthaltsdauer ist unmöglich - die Technik fehlt. Und die genaue Kontrolle der Angaben zum Heimatbetrieb ist verboten. "So ist die Prüfung ein riesiger Schwachsinn", sagt der Beamte.

Zu Tausenden strömen seit Jahresbeginn Arbeiter aus den EU-Beitrittsstaaten Rumänien und Bulgarien nach Deutschland, um auf Schlachthöfen, in der Metallverarbeitung und in der Landwirtschaft Jobs zu erledigen, die andere für diesen Lohn nicht zu erledigen bereit sind.

Eigentlich sollen genaue Vorschriften zur EU-Dienstleistungsfreiheit verhindern, dass zwielichtige Unternehmen Briefkastenfirmen gründen, Mitarbeiter illegal zwischen Mitgliedsstaaten hin- und herschicken und die Konkurrenten mit Billiglöhnen ausstechen. So müssen osteuropäische Arbeiter nachweisen, dass sie sozialversichert sind. In der Praxis wird diese Vorschrift aber leicht missbraucht - und erweist sich als Papiertiger, weil die Partnerländer nicht kooperieren.

"Die Rumänen sind am billigsten"

Bereits mit den Staaten der ersten EU-Osterweiterung wie Polen, Ungarn oder der Slowakei haben die deutschen Ermittler schlechte Erfahrungen gemacht im Kampf gegen illegal operierende Firmen. Jetzt schwillt die Welle von Arbeitswilligen aus den EU-Staaten im äußersten Osten rasant an. "Die Rumänen sind einfach am billigsten", sagt Matthias Brümmer, Geschäftsführer der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) in der Region Oldenburg. Sie böten ihre Dienste für 1,90 Euro bis 5 Euro pro Stunde an. Deutsche Arbeiter können da schon lange nicht mehr mithalten.

Die rasant fallenden Stundenlöhne und die zahlreichen Hinweise auf illegale Beschäftigung alarmieren die Gewerkschaften. In der Fleischwirtschaft sind ihrer Einschätzung nach bereits jetzt 15.000 Osteuropäer zu Dumpinglöhnen tätig, schätzt die NGG . Von ihnen seien 90 Prozent illegal beschäftigt. Der volkswirtschaftliche Schaden durch die Verdrängung legaler inländischer Arbeitnehmer liege bei jährlich weit über 100 Mio. Euro. Dem Staat entgehen Steuereinnahmen und Sozialversicherungsbeiträge.

Wenn spätestens ab 2011 osteuropäische Arbeitnehmer ohne Einschränkung die Grenzen passieren dürfen, werde sich der Wettbewerbs- und Lohndruck noch erhöhen, befürchten die Gewerkschaften. Die Große Koalition diskutiert derzeit über die Einführung eines gesetzlichen Mindestlohns. Fast alle europäische Nachbarn haben Verdienstgrenzen festgelegt, um sich vor unerwünschter Billigkonkurrenz aus dem Ausland zu schützen. Nur in Deutschland wird weitergestritten.


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Pizho
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